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Die Chemie des Lebens

Früher konnten Frauen ihren Schwangerschaftstest mit Hilfe von Fröschen in der Apotheke machen lassen. Injeziert man nämlich den Morgenurin einer Schwangeren dem Krallenfrosch, Xenopus laevis, so produziert das Tier innerhalb von 12 Stunden massenhaft Eier. Diesen so genannten Apothekerfrosch nutzt heute der Zellbiologe Prof. Thomas Mayer an der Universität Konstanz. Er erforscht mit Hilfe der Eier die Grundlagen der Zellteilung. Seine Doktorandin Johanna Kastl untersucht, wie die Chromosomen exakt aufgeteilt werden. Die chemischen Werkzeuge dazu liefert die Gruppe um den Chemiker Prof. Andreas Marx. Nur durch eine Schutztür getrennt sind die Fachbereiche Biologie und Chemie, was die Zusammenarbeit enorm erleichtert. Das dritte Fach im Bunde, die Informatik, liegt im Gebäude gleich nebenan. Gute Nachbarschaft ist in der Graduiertenschule Programm: nicht nur Forschen am eigenen Projekt, sondern fächerübergreifendes Denken wird hier gefördert. Deshalb besuchen die Doktoranden interdisziplinäre Seminare, die das Verständnis des jeweils anderen Faches ermöglichen.

Kurzinformationen

Universitäten/Institute
Universität Konstanz
Themen
Lebenswissenschaften
Schlagworte
Exzellenzinitiative, 2009, Graduiertenschulen, Schwangerschaftstest, Frösche, Urin, Krallenfrosch, Zellteilung, Chromosomen, Chemie, Biologie, Informatik
Copyright
Deutsche Forschungsgemeinschaft

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