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Kommunikation auf Mikroebene

Mikroorganismen wie etwa Bakterien und Pilze haben häufig einen schlechten Ruf: Sie gelten in unserer Gesellschaft als Krankmacher. Dabei sind die winzigen Organismen für uns Menschen lebensnotwendig. Eine Vielzahl von Bakterien beherbergen wir zum Beispiel in unserem Darm, dort regeln sie die Verdauung. Zahlreiche Abfallstoffe in der Natur können ausschließlich von Mikroorganismen abgebaut werden. Und auch bei der Entwicklung von neuen Medikamenten profitieren wir von Mikroorganismen – das erste Antibiotikum wurde aus einem Pilz gewonnen. Um mikrobielle Prozesse besser verstehen und nutzen zu können, ist es wichtig zu erforschen, wie Mikroorganismen kommunizieren – welche Funktionen die Signale haben, die sie mit ihrer Umgebung austauschen. Die Doktoranden der Jena School for Microbial Communication (JSMC) versuchen diese Signale zu entschlüsseln. Mit ihrer Arbeit verfolgen die Forscher unterschiedliche Ziele, zum Beispiel die Entwicklung neuer Medikamente und neuer analytische Technologien, die Bekämpfung von Infektionskrankheiten oder die Sanierung von belasteten Böden. Insgesamt 150 junge Wissenschaftler arbeiten hier an ihrer Promotion in ganz unterschiedliche Disziplinen. Dazu zählen unter anderem: Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Physik und Medizin.

Kurzinformationen

Universitäten/Institute
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Themen
Lebenswissenschaften
Schlagworte
Graduiertenschulen, 2009, Exzellenzinitiative, Bakterien, Pilze, Krankheiten, Organismen, Antibiotikum, Kommunikation, Medikamente, Infektionen
Copyright
Deutsche Forschungsgemeinschaft

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