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Molekulare Mikroskopie für die Hirnforschung

Das menschliche Gehirn ist uns allen bekannt für seine unglaubliche Komplexität. Seine über hundert Milliarden Nerven- und noch mehr Gliazellen (Zellen, die Nervenzellen in vielerlei Hinsicht unterstützen und schützen), leisten tagtäglich Erstaunliches. Viele meist synchron anfallende Aufgaben, beispielsweise wie wir unsere Balance halten oder eine komplexe Entscheidung treffen – müssen von den Nervenzellen des Gehirns in Sekundenschnelle bewältigt werden. Sie schaffen das nur in einer konzertierten Interaktion von hoch spezialisierten Nervenzellgruppen, die sich zu komplex verschalteten Netzwerken zusammenschließen. Jede Nervenzelle hat dabei klar definierte Aufgaben und diese sind genetisch und molekular festgelegt. Um die Ursachen von Störungen solcher Netzwerkinteraktionen zu erforschen und zu verstehen, wurde das Center Molecular Physiology of the Brain (CMPB) 2001 und 2002 eingerichtet. Es gehört zu den sechs Forschungszentren, die die Aufgabe haben, wissenschaftliche Expertise in innovativen Forschungsfeldern zu bündeln. Ziel des Göttinger Zentrums ist es: molekulare Prozesse und Interaktionen in Nervenzellen detailliert zu analysieren, um langfristig Therapien für psychiatrische, neurologische und neurodegenerative Erkrankungen zu verbessern und weiterzuentwickeln. Einen weiteren Schwerpunkt hat das Cluster im Bereich der Mikroskopie im Nanometerbereich. Um molekulare Abläufe in Nervenzellen untersuchen zu können, sind hochauflösende Mikroskope notwendig. Neueste Entwicklungen, wie beispielsweise die STED-Mikroskopie, erlauben es Biologen mittlerweile, Strukturen in lebenden Zellen im Nanometer Bereich der Moleküle zu beobachten.

Kurzinformationen

Universitäten/Institute
Georg-August-Universität Göttingen
Themen
Lebenswissenschaften
Schlagworte
Exzellenzinitiative, 2009, Exzellenzcluster, Mikroskopie, Gehirn, Nervenzellen, Interaktionen, Therapien, STED-Mikroskopie
Copyright
Deutsche Forschungsgemeinschaft

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